Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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SPD gegen den Hassprediger Heitmüller

035.jpg Die Hamburger SPD gegen den Elim-NaziThumbnailsRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimDie Hamburger SPD gegen den Elim-NaziThumbnailsRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimDie Hamburger SPD gegen den Elim-NaziThumbnailsRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimDie Hamburger SPD gegen den Elim-NaziThumbnailsRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimDie Hamburger SPD gegen den Elim-NaziThumbnailsRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimDie Hamburger SPD gegen den Elim-NaziThumbnailsRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimDie Hamburger SPD gegen den Elim-NaziThumbnailsRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im Elim

Die Auseinandersetzung in der Hamburger Bürgerschaft
um das Elim-Krankenhaus 1951-1955


1951
beantragte das Elim-Krankenhaus bei der Stadt Hamburg einen größeren zinsgünstigen Kredit. Der Antrag wurde von der damaligen SPD-Regierung unter Max Brauer umgehend abgelehnt. Vor allem wegen der erst wenige Jahre zurückliegenden nationalsozialistischen Orientierung der evangelikalen Elim-Sekte und ihres Chefpredigers Friedrich Heitmüller: Bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 wurden in der Wahlstelle Elim-Krankenhaus 100% aller Stimmen mit einem „Ja“ zu Hitler abgegeben.

Als 1953 das Rechtsbündnis "Hamburg-Block" die Bürgerschaftswahl gewann, wurde der Kreditantrag erneut gestellt. Die SPD versuchte auch aus der Opposition heraus alles, um dessen Gewährung zu verhindern. Sie wurde aber überstimmt und 1955 bekam das Elim 800.000 DM. Allerdings musste das Rechtsbündnis wegen des Drucks der SPD in einem Punkt nachgeben: Durch die satzungsrechtliche Trennung von Krankenhaus und Sektenbetrieb sollte die Finanzierung von Heitmüllers Erweckungsbewegung über die Klinikeinnahmen gestoppt werden.