Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Hans-Hermann Weymar und das ETV-Schweigekollektiv

031.jpg Propaganda der Nächstenliebe 1951-1953Thumbnails Adolf Stahl - Nazi und Pastor in "Alten Eichen"Propaganda der Nächstenliebe 1951-1953Thumbnails Adolf Stahl - Nazi und Pastor in "Alten Eichen"Propaganda der Nächstenliebe 1951-1953Thumbnails Adolf Stahl - Nazi und Pastor in "Alten Eichen"Propaganda der Nächstenliebe 1951-1953Thumbnails Adolf Stahl - Nazi und Pastor in "Alten Eichen"Propaganda der Nächstenliebe 1951-1953Thumbnails Adolf Stahl - Nazi und Pastor in "Alten Eichen"Propaganda der Nächstenliebe 1951-1953Thumbnails Adolf Stahl - Nazi und Pastor in "Alten Eichen"Propaganda der Nächstenliebe 1951-1953Thumbnails Adolf Stahl - Nazi und Pastor in "Alten Eichen"

Als Hans-Hermann Weymar am 18. August 2012 100 Jahre alt wurde, feierten das der ETV und die Eimsbütteler Anzeigenblätter. Weymar war 2012 seit 90 Jahren ETV-Mitglied. Er kannte alle ETV-Nazifunktionäre, die SA-Leute und die SS-Leute in den verschiedenen ETV-Abteilungen. Mit Robert Finn zusammen übte er laut Vereinsblatt in den 30er Jahren im ETV Funktionen aus. Weil aber Leute wie Weymar hartnäckig schwiegen, musste die Initiative Zeit in Archiven verbringen, um etwas über den ETV zu erfahren.

Weymar, der fast alle Neu- und Umbauten des ETV leitete (Vereinsmitgliedschaften lohnen sich in jeder Hinsicht) war mit mit dem NS-Kriegswirtschafts-Manager Robert Finn befreunde, der damals bei Rhenania Ossag und später bei Shell beschäftigt war. Von dort bekam der ETV immer wieder große Summen. Zum Beispiel für ein Tennisheim. Wir haben nicht recherchiert, ob Weymar Parteimitglied war, aber bekanntlich gab es in der Nazizeit in Hamburg nur wenige Architekten, die das nicht wahren. Uns Weymar war DER Architekt des Nazi-Vereins ETV.

Zitat aus dem Anzeigenblatt EWB: "Im Zweiten Weltkrieg wurden die ETV-Sportstätten an der Bundesstraße und am Lokstedter Steindamm von Bomben getroffen. Weymar half als Architekt beim Wiederaufbau mit. „Wir arbeiten und trainieren heute zu einem guten Teil auf den Fundamenten, die er gelegt hat“, so ETV-Chef Frank Fechner."

Widerlich: Für diese Leute war und ist Krieg und "Wiederaufbau" EIN KAMPF!