Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Lageplan Agaplesion-Diakonieklinikum und Kaifu-Ärztehaus

45 Lageplan Agaplesion.jpg Elim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)ThumbnailsIn Konkurrenz zum Ärztehaus Schäferkampsallee 56-58Elim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)ThumbnailsIn Konkurrenz zum Ärztehaus Schäferkampsallee 56-58Elim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)ThumbnailsIn Konkurrenz zum Ärztehaus Schäferkampsallee 56-58Elim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)ThumbnailsIn Konkurrenz zum Ärztehaus Schäferkampsallee 56-58Elim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)ThumbnailsIn Konkurrenz zum Ärztehaus Schäferkampsallee 56-58Elim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)ThumbnailsIn Konkurrenz zum Ärztehaus Schäferkampsallee 56-58Elim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)ThumbnailsIn Konkurrenz zum Ärztehaus Schäferkampsallee 56-58

Wie kam es zu diesem "Ärztehaus"? (2)

Für das Agaplesion-Diakonieklinikum gab es in Eimsbüttel NIE einen Bedarf. Das war Senat, Bezirk und Agaplesion immer klar. Trotzdem taten sie so als solle hier ein "Stadtteilkrankenhaus" entstehen, damit in Eimsbüttel alle Kranken behandelt werden können.


Die Agaplesion-Kritiker haben aber schnell enthüllt, dass sich der Klinikbau an dieser Stelle (auf der Erholungsfläche!) nur rechnet, wenn er durch ein weiteres kommerzielles Zentrum ergänzt wird. genau deswegen entsteht hier das "Kaifu-Ärztehaus", das in Wirklichkeit ein großes MVZ ist, also die Schaltstelle zwischen ambulanten und stationären Geschäftszweigen. Von hier aus (und in Konkurrenz zu den umliegenden Ärzten) soll die Klinik, die sich selbst nicht trägt, mit "Nachschub" beliefert werden. Zugleich soll das MVZ entlassene Patienten auffangen und in weitere Geschäfte verwickeln. (Pflege, Reha etc).

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Zitat aus den juristischen Einsprüchen der Agaplesion-Gegner gegen die Privatisierung und Bebauung des öffentlichen Raumes durch die Agaplesion AG (2007):

Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Gesamtvorhabens wird laut Bauantrag primär über den zusätzlich zu errichtenden Praxenpark (und eine private Cardio-Klinik) gewährleistet.

Dass eine hinreichende Erforderlichkeit der Planung eines solchen „Praxenparks“ aber nicht besteht, ergibt sich aus der im Bebauungsplanentwurf nicht weiter problematisierten und somit auch nicht abgewogenen ausreichenden Versorgung mit niedergelassenen Ärzten im Kerngebiet von Eimsbüttel.