Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Eimsbütteler Zustände: Ein Wohnviertel wird kommerzialisiert

43 Diakoniewerk.jpg Eimsbüttel: Die Umwandlung eines Wohnviertels in eine GewerbegebietThumbnailsElim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)Eimsbüttel: Die Umwandlung eines Wohnviertels in eine GewerbegebietThumbnailsElim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)Eimsbüttel: Die Umwandlung eines Wohnviertels in eine GewerbegebietThumbnailsElim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)Eimsbüttel: Die Umwandlung eines Wohnviertels in eine GewerbegebietThumbnailsElim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)Eimsbüttel: Die Umwandlung eines Wohnviertels in eine GewerbegebietThumbnailsElim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)Eimsbüttel: Die Umwandlung eines Wohnviertels in eine GewerbegebietThumbnailsElim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)Eimsbüttel: Die Umwandlung eines Wohnviertels in eine GewerbegebietThumbnailsElim-Abriss 2015 (linke Vorderfront)

Leserbrief

Hamburger Abendblatt, 23.09.2011

Auf dem Weg zur U-Bahn Christuskirche und auf dem Rückweg am Abend komme ich täglich zweimal durch die Hohe Weide. Und das seit vielen Jahren; ich kenne also den Zustand vorher. Was ich heute dort sehe, macht mich sprachlos. Das alte Elim-Krankenhaus war diskret. Außer einigen Besuchern hat man dort nie jemanden gesehen, jedenfalls keine Patienten, die vor dem Krankenhaus sitzen oder stehen.

Beim neuen Agaplesion-Klinikum ist es ganz anders. Patienten stehen mit dem Rollstuhl oder im Schlafanzug am Straßenrand, um sich zu sonnen. Offenbar weil die neue Klinik keinen Garten hat. Das Personal steht ebenfalls in Scharen mitten auf dem Bürgersteig oder sitzt auf den Mauern am Straßenrand, um zu rauchen. Ofenbar weil das Klinikum keinen Hof hat.

Auf dem öffentlichen Bürgersteig gehen Patienten mit Infusionsständern spazieren! (3 Mal gesehen). Dort ist oft kein Durchkommen. Vor der Kranken-Auffahrt tummeln sich die Fahrer der Rettungswagen.

Manche Wagen parken sogar quer auf dem Bürgersteig und die Fahrer nehmen dort ihr Frühstück ein.

Der Bürgersteig wird von dem Klinikum wie ein Klinikgelände behandelt, aber es ist immer noch ein öffentlicher Weg. Dass man den Patienten, die dort umgeladen werden bis auf einen Meter nahe kommt, ist peinlich für beide Seiten. Was dort passiert ist einerseits ein Pflegeskandal und andererseits eine Zumutung für Passanten und Anwohner.

Ich würde gerne wissen, wieso da keine Aufsichtsbehörde einschreitet. Es muss doch auch juristische Mittel gegen solche Zumutungen geben. Darüber kann doch nicht dieser Herr Wessel entscheiden, der am liebsten noch die Parkplätze vor der Klinik zum Krankenhausgebiet erklären würde.

Petra Porst