Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Eimsbütteler Zustände (Agaplesion scheut kein Risiko)

36 Radfahrer.jpg Schwere Mängel bei privaten KrankentransportenThumbnailsEimsbütteler Zustände (Privatisierung der Strassen)Schwere Mängel bei privaten KrankentransportenThumbnailsEimsbütteler Zustände (Privatisierung der Strassen)Schwere Mängel bei privaten KrankentransportenThumbnailsEimsbütteler Zustände (Privatisierung der Strassen)Schwere Mängel bei privaten KrankentransportenThumbnailsEimsbütteler Zustände (Privatisierung der Strassen)Schwere Mängel bei privaten KrankentransportenThumbnailsEimsbütteler Zustände (Privatisierung der Strassen)Schwere Mängel bei privaten KrankentransportenThumbnailsEimsbütteler Zustände (Privatisierung der Strassen)Schwere Mängel bei privaten KrankentransportenThumbnailsEimsbütteler Zustände (Privatisierung der Strassen)

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Immer wieder kommt es in der Straße zu solchen von Agaplesion verursachten Szenen. Radfahrer stoßen fast mit GARD-Bussen zusammen oder mit Gehbehinderten, die auf dem Bürgersteig "abgestellt" werden. Autofahrer müssen scharf bremsen, um Menschen auszuweichen, die im Rollstuhl am Straßenrand abgestellt werden. Hier fährt eine Frau mit dem Rad an einem GARD-Wagen vorbei, dessen Heck zur Hälfte auf der Straße steht. Plötzlich geht hinten die Tür auf. Die Radfahrerin weicht auf die Gegenfahrbahn aus, auf der ihr gerade ein Auto entgegen kommt.

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Es gibt bundesweit keinen weiteren Fall,
der mit den Zuständen bei Agaplesion-Hamburg vergleichbar ist. Nirgends sonst werden Patienten auf offener Straße verladen. Anderswo greift die Kommunalpolitik schon ein, wenn es um Parkprobleme gibt. In Eimsbüttel schweigen die Behörden hingegen zu einem ausgewachsenen Pflegeskandal, bei dem Außenstehende ungewollt Zeugen sind.

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Hamburger Abendblatt, 24.03.2011
Protest gegen rücksichtslose Klinik/

Die Regio-Klinik in Pinneberg sorgt nicht für genügend Stellflächen. Die permanenten Parkprobleme rund um die Klinik wollen Bürger und Kommunalpolitiker nicht länger hinnehmen. In dem einst ruhigen Wohngebiet breiten sich die Klinik-Transporter und Fahrzeuge von Besuchern und Mitarbeitern geradezu flächendeckend aus.

Verschärft hat sich die Situation, seitdem das Parken auf den von der Klinik bereitgestellten 278 Plätzen gebührenpflichtig ist. Vielen Angehörigen, die Patienten besuchen wollen, ist die freie halbe Stunde zu kurz. Um Geld zu sparen, suchen sie sich ihre Parkplätze in der Wohnumgebung. Dies führt dazu, dass dort oft nicht nur an den Fahrbahnrändern Autos parken, sondern auch private Grundstückseinfahrten blockiert werden oder nur noch mit diversen Rangiermanövern erreicht werden können.

Doch auch wer auf den gebührenpflichtigen Klinik-Anlagen parken will, bekommt häufig eine Abfuhr. Wegen des knappen Stellplatzvorrats zeigen die Parkplatz-Hinweisschilder "besetzt" an. Manche eiligen Besucher stellen ihr Auto dann einfach in den mit Halteverbotsschildern gekennzeichneten Bereichen ab, die als Ausweichfläche für den Begegnungsverkehr frei gehalten werden müssen.