Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

Home / 2015 Elim-Abriss Zweite Hälfte /

Das Leid der Anderen und die Kultur des Hinsehens

34 Klinik Diakonie.jpg Eimsbütteler Zustände (Schamgefühle)ThumbnailsSchwere Mängel bei privaten KrankentransportenEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)ThumbnailsSchwere Mängel bei privaten KrankentransportenEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)ThumbnailsSchwere Mängel bei privaten KrankentransportenEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)ThumbnailsSchwere Mängel bei privaten KrankentransportenEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)ThumbnailsSchwere Mängel bei privaten KrankentransportenEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)ThumbnailsSchwere Mängel bei privaten KrankentransportenEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)ThumbnailsSchwere Mängel bei privaten Krankentransporten

Regeln für Patiententransporte:

■ Das Leid anderer vorzuführen ohne Not, andere zu zwingen, es mit anzussehen, ist unzulässig und moralisch verwerflich.

■ An Unfallorten schirmt man Verletzte gegen Neugierige ab, hier nicht.

■ Die Situation in der Hohen Weide ist so, als würden Rettungsleute Privatvideos von ihren Einsätzen veröffentlichen.

--

Hier wird das (unfreiwillige) Zuschauen absichtlich hergestellt.

■ Es gibt eine erwünschte Kultur des Hinsehens. Wer andere in einer Notsituation sieht, empfindet Mitgefühl und möchte nicht wegsehen sondern helfen.

■ Dieser richtige Impuls wird von Agaplesion täglich ins Gegenteil verkehrt. Die Menschen möchten nicht wegsehen, aber sie müssen es, weil sie diese Dauersituattion nicht verarbeiten können.

■ Beim Anschauen solcher Bilder passiert also das Gegenteil: Stress lähmt das Mitgefühl.