Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Eimsbütteler Zustände (Schamgefühle)

33 krank Agaplesion.jpg Eimsbütteler Zustände - man kann nicht wegschauen !ThumbnailsDas Leid der Anderen und die Kultur des HinsehensEimsbütteler Zustände - man kann nicht wegschauen !ThumbnailsDas Leid der Anderen und die Kultur des HinsehensEimsbütteler Zustände - man kann nicht wegschauen !ThumbnailsDas Leid der Anderen und die Kultur des HinsehensEimsbütteler Zustände - man kann nicht wegschauen !ThumbnailsDas Leid der Anderen und die Kultur des HinsehensEimsbütteler Zustände - man kann nicht wegschauen !ThumbnailsDas Leid der Anderen und die Kultur des HinsehensEimsbütteler Zustände - man kann nicht wegschauen !ThumbnailsDas Leid der Anderen und die Kultur des HinsehensEimsbütteler Zustände - man kann nicht wegschauen !ThumbnailsDas Leid der Anderen und die Kultur des Hinsehens

Diskretion in der Klinik

In einer vorbildlichen Klinik

kann ein Patient seine persönlichen Daten diskret weitergeben, ohne dass Außenstehende erfahren, wie er heißt, wo er wohnt, in welcher Krankenkasse er Mitglied ist und Ähnliches./

Und vor allem erfährt niemand etwas über seine gesundheitlichen Probleme mit Ausnahme des behandelnden Personals.

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In einer schlechten Klinik

wird er auf offener Straße ausgeladen und über den Bürgersteig an Passanten vorbei gerollt. Die Bewohner der Straße sehen ihn in seinem bedauerenswerten Zustand aus ihren Fenstern. Wenn zufällig Bekannte oder Kollegen durch die Hohe Weide gehen, wissen sie: So steht es also um ihn.

Zu all den gesundheitlichen Sorgen kommt dann auch noch die Sorge um die Diskretion in Bezug auf seine Krankheit und möglicherweise sogar Scham, weil bekannte oder wildfremde Menschen von seiner Krankheit erfahren, die mit seiner Behandlung nicht das Geringste zu tun haben.