Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Eimsbütteler Zustände - man kann nicht wegschauen !

32 Krankenhaus.jpg Hohe Weide 17b, 20259 HamburgThumbnailsEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)Hohe Weide 17b, 20259 HamburgThumbnailsEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)Hohe Weide 17b, 20259 HamburgThumbnailsEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)Hohe Weide 17b, 20259 HamburgThumbnailsEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)Hohe Weide 17b, 20259 HamburgThumbnailsEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)Hohe Weide 17b, 20259 HamburgThumbnailsEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)Hohe Weide 17b, 20259 HamburgThumbnailsEimsbütteler Zustände (Schamgefühle)

Diskretion

Die ärztliche Schweigepflicht gehört zu den elementaren Voraussetzungen einer Kranken-Behandlung. Aufgrund dieser zentralen Bedeutung ist die Verpflichtung zur Verschwiegenheit mehrfach in der Rechtsordnung verankert: Sie wird durch das Straf-, Berufs-, Vertrags-, Delikts- und Datenschutzrecht geschützt.

Wie schon erwähnt: Bereits die Tatsache, dass sich ein Patient überhaupt in ärztlicher Behandlung befindet, unterliegt der Schweigepflicht. Diese gilt selbstverständlich auch für die Erkrankung, Diagnose, Therapiemaßnahmen, aber auch sonstige Angaben über persönliche, familiäre, berufliche, wirtschaftliche und finanzielle Gegebenheiten. Die Schweigepflicht gilt auch gegenüber Angehörigen des Patienten sowie grundsätzlich gegenüber anderen Ärzten, die der Patient nicht konsultiert hat.

Es gibt also Mindeststandards:

In Arztpraxen versucht man laute indiskrete Fragen zu vermeiden und stattdessen dem Patienten die Möglichkeit einräumen, einen Fragebogen schriftlich auszufüllen. Man verwahrt
Krankenunterlagen außerhalb der Reichweite von Unbefugten. Man vermeidet offene Behandlungskabinen etc.

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Und bei Agaplesion? Hier werden Patienten der Öffentlichkeit vorgeführt (nicht selten sogar nur mit Wäsche bekleidet).