Soziographie

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Eimsbüttel: Goldgrube Altersmedizin im Straßenverkehr

24 Wohngebiet.jpg Endstation geriatrische TagesklinikThumbnailsGARD: Senioren-Transport in höchster Qualität (wie man sieht)Endstation geriatrische TagesklinikThumbnailsGARD: Senioren-Transport in höchster Qualität (wie man sieht)Endstation geriatrische TagesklinikThumbnailsGARD: Senioren-Transport in höchster Qualität (wie man sieht)Endstation geriatrische TagesklinikThumbnailsGARD: Senioren-Transport in höchster Qualität (wie man sieht)Endstation geriatrische TagesklinikThumbnailsGARD: Senioren-Transport in höchster Qualität (wie man sieht)Endstation geriatrische TagesklinikThumbnailsGARD: Senioren-Transport in höchster Qualität (wie man sieht)Endstation geriatrische TagesklinikThumbnailsGARD: Senioren-Transport in höchster Qualität (wie man sieht)

ARD_Sendung "Kontraste", 14.04.2011 | 21:45 |

Goldgrube Altersmedizin -
Wie einige Krankenhäuser mit Geriatrie Kasse machen



Bilder aus einer Klinik in Hamburg. Die geriatrische Station wirkt wie verlassen, die Patienten müssen zu Bad und Toilette über den Flur. Dieser Schlaganfallpatient beklagt, dass er hier schlecht versorgt wird.

Patient
„Ich krieg kein Training für meine gelähmte Hand. Und beim Duschen und Abtrocknen - da hilft einem niemand. Es ist nicht gut hier. Zu wenig Pfleger hier."

Trotz solcher Missstände rechnen die Kliniken teuer ab. So wird Geriatrie in Zeiten des Kostendrucks zur lukrativen Einnahmequelle.

Mit Geriatrie kann man wirklich Geld machen, wenn der personelle Aufwand gering ist. Und das ist möglich, indem Personal eingespart wird. In Krankenhäusern wird insbesondere auch in der Geriatrie Personal eingespart.

Wie Kliniken mit alten Patienten Kasse machen, musste Georg Sauer erleben. Er hatte eine akute Lungenentzündung und sollte danach in der Geriatrie eine Frühreha bekommen. Doch tatsächlich wurde nur ein Standardprogramm abgespult. Und an mehreren Tagen bekam er gar keine Therapie. Nach der Entlassung hatte das schlimme Folgen.

Seine Frau forderte die Patientenakte von der Klinik an und stieß auf eine Merkwürdigkeit. Gleich bei Aufnahme in der Geriatrie stufte man ihren Mann selbst in alltäglichen Dingen als sehr hilfsbedürftig ein.

Eine Manipulation mit eindeutigen Absichten.

So ein Patient muss bei Aufnahme in die Geriatrie möglichst schlecht eingestuft werden, hilfsbedürftiger als er in Wirklichkeit ist, damit kann gegenüber der Krankenkasse gerechtfertigt werden: Die geriatrische Behandlung ist erforderlich und darf abgerechnet werden.

Abrechnungsbetrug, der von den Kassen oft nicht entdeckt wird. Stichproben in Kliniken sind bisher nicht möglich. Die Kassen können nur auf dem Papier kontrollieren, und das erst wenn der Patient schon zuhause ist. Für die Prüfer vom Medizinischen Dienst der Kassen liegt hier das Problem.