Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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1945- 1949 Persilscheine für Robert Finn

1945 Robert Finn Schmieroel NSDAP.jpg Die Britischen Truppen beschlagnahmen den PlatzThumbnails1949 - Die "segenreiche Tätigkeit" des ETV-Chefs Robert FinnDie Britischen Truppen beschlagnahmen den PlatzThumbnails1949 - Die "segenreiche Tätigkeit" des ETV-Chefs Robert FinnDie Britischen Truppen beschlagnahmen den PlatzThumbnails1949 - Die "segenreiche Tätigkeit" des ETV-Chefs Robert FinnDie Britischen Truppen beschlagnahmen den PlatzThumbnails1949 - Die "segenreiche Tätigkeit" des ETV-Chefs Robert FinnDie Britischen Truppen beschlagnahmen den PlatzThumbnails1949 - Die "segenreiche Tätigkeit" des ETV-Chefs Robert FinnDie Britischen Truppen beschlagnahmen den PlatzThumbnails1949 - Die "segenreiche Tätigkeit" des ETV-Chefs Robert FinnDie Britischen Truppen beschlagnahmen den PlatzThumbnails1949 - Die "segenreiche Tätigkeit" des ETV-Chefs Robert Finn

NSDAP-Mitglied seit 1. Mai 1940: Der Fragebogen der britischen Militärregierung. Ausgefüllt von Robert Finn. Bearbeitungsnummer 54 des Fachausschusses XIV (Ölindustrie). Unterzeichnet von Finn am 3. Oktober 1945.

Nach Kriterien, die wir nicht teilen, taugt einer, der in der NS-Kriegswirtschaft ganz oben mittat, HEUTE nur dann nicht zum Ehrenbürger, wenn er eingeschriebenes Mitglied der NSDAP war. Es war der erklärte Wille des ETV, alle Untaten von Robert Finn – seine faschistischen Texte, das Wehrmachtsdenkmal, die Kriegswirtschaftstätigkeit etc. – zu banalisieren, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass er auch in der Partei war oder mit Adolf Hitler im Führerbunker gesehen wurde. Diese Forderung entspricht der verbreiteten verkitschten Nationalsozialismus-Vorstellung (der gute SA-Opa und die Monster im Hauptquartier) der gerade noch um eine minimale politische Korrektheit bemühten unverkrampften Patrioten.

Finns Tätigkeit in der NS-Kriegswirtschaft hat den ETV und hat die Eimsbütteler Mitläufer nicht interssiert. Erst als der Historiker G. Jacob Finns Nazi-Akten fand, sah sich der ETV (2006) gezwungen, die "Robert-Finn-Halle" umzubenennen.