Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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1926 - Der Architekt Friedrich Theodor Speckbötel

1926 Theodor Speckbötel.jpg Hamburger Ärztezeitung kritisiert Elim-BauThumbnails1926 Elim - Ein Bau mit PatientengartenHamburger Ärztezeitung kritisiert Elim-BauThumbnails1926 Elim - Ein Bau mit PatientengartenHamburger Ärztezeitung kritisiert Elim-BauThumbnails1926 Elim - Ein Bau mit PatientengartenHamburger Ärztezeitung kritisiert Elim-BauThumbnails1926 Elim - Ein Bau mit PatientengartenHamburger Ärztezeitung kritisiert Elim-BauThumbnails1926 Elim - Ein Bau mit PatientengartenHamburger Ärztezeitung kritisiert Elim-BauThumbnails1926 Elim - Ein Bau mit PatientengartenHamburger Ärztezeitung kritisiert Elim-BauThumbnails1926 Elim - Ein Bau mit Patientengarten

Friedrich Theodor Speckbötel (1861-1936)

gründete 1891 das Architektur- und Ingenieurbüro Th. Speckbötel in der Ferdinandstraße. Er entwarf Industriegebäude (u.a. für Blohm & Voss), Geschäftshäuser und Krankenhausbauten, darunter die Krankenhäuser Elim, Anschar und das Rote Kreuz Krankenhaus am Schlump. Das von ihm gegründete Architekturbüro wird seit 1953 unter den Namen „Hans Klinker, Heinz Beyerlein, Speckbötel Nachfolger“ bzw. „Jan Klinker Architekten“ am Hamburger Jungfernstieg fortgeführt.
Speckbötels Industriebau in der Luruper Hauptstraße 106 findet sich in der Liste der Hamburger Kulturdenkmäler.

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Ein vollständig erhaltener Hospitalbau aus den 1920er Jahren,

zumal wenn er von einem Architekten stammt, der das bekannte Stadtbäckereihaus am Gänsemarkt gebaut hat und dessen Industriebau an der Luruper Hauptstraße zu Hamburgs Kulturdenkmälern gehört, wird normalerweise nicht kommentarlos beseitigt.

Bemerkenswert im Fall des Elim-Abrisses ist das völlige Schweigen der einschlägigen Stellen zu diesem Thema. Bis Ende März 2012 soll eine Hälfte des Elim weg sein. Ganz in der Tradition klerikaler Mnisterialpolitik werden einfach vollendete Tatsachen geschaffen.

Das intakte Elim-Gebäude könnte mit geringem Aufwand in kurzer Zeit zu einem öffentlichen soziokulturellen Zentrum ausgebaut werden. Aber diese sehr einleuchtende Option würde natürlich der Agaplesion AG einen Strich durch die Profitrechnung machen. Also schweigen die Parteien oder behaupten frech - wie der SPD-Mann Martin Schäfer - eine andere Nutzung sei nicht zu finanzierten.

In Wirklichkeit hat der Senat dem Konzern, der jetzt das Elim beseitigt, vorher noch 8,4 Millionen "Entschädigung" für den Bau bezahlt. Und auch den Abriss bezahlt der Staat!