Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

Home / 2015 Elim-Abriss Zweite Hälfte /

Über die Gier nach dem Ambulanz-Geschäft (Ärztezeitung)

19 Taxi Agaplesion.jpg Agaplesion will auf das geriatrische Zusatzgeschäft nicht verzichtenThumbnailsIm Netz der PflegemafiaAgaplesion will auf das geriatrische Zusatzgeschäft nicht verzichtenThumbnailsIm Netz der PflegemafiaAgaplesion will auf das geriatrische Zusatzgeschäft nicht verzichtenThumbnailsIm Netz der PflegemafiaAgaplesion will auf das geriatrische Zusatzgeschäft nicht verzichtenThumbnailsIm Netz der PflegemafiaAgaplesion will auf das geriatrische Zusatzgeschäft nicht verzichtenThumbnailsIm Netz der PflegemafiaAgaplesion will auf das geriatrische Zusatzgeschäft nicht verzichtenThumbnailsIm Netz der PflegemafiaAgaplesion will auf das geriatrische Zusatzgeschäft nicht verzichtenThumbnailsIm Netz der Pflegemafia

Agaplesion geht es - das zeigt das Foto - bestimmt nicht um die alten Leute. Die christlichen PR-Phrasen wirken angesichts dieser Doku-Fotos besonders perfide.

Das Konzept einer ambulanten Tagesklinik ist für Klinik-Konzerne wie Agaplesion ein lukratives Zusatzgeschäft von dem man sich zudem Anschlussgeschäfte (Rückverlegung in die eigene Klinik, viele neue Hüftgelenke etc.) erwartet. Außerdem wird hier das Zusammenspiel mit den "Einweisern" eingeübt (Ärzte, die dem Konzern verpflichtet sind). Agaplesion-Hamburg hat nun zudem mit den "Bethanienhöfen" in Eppendorf ein eigenes großes Altersheim, das für Nachschub sorgt. Auch die Holding "Alten Eichen" in Stellingen sorgt für die Anlieferung von alten Menschen.

Warum es geht, zeigt auch ein Artikel der Ärzte-Zeitung über den ökonomischen Konkurrenzkampf um die Kassenzahlungen für alte Menschen:

--

Ärzte Zeitung, 17.07.2015

Streit um Geriatrie
Kliniken wollen behandeln dürfen


Ein Schiedsspruch schränkt die ambulante Klinikbehandlung älterer Patienten ein. Die DKG reagiert empört.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fürchtet in der (lukrativen) ambulanten "Versorgung" von geriatrischen Patienten ins Hintertreffen zu geraten.

Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesschiedsamtes, in dem u.a. die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sitzt.

Darin war die ambulante Versorgung von geriatrischen Patienten für Kliniken eingeschränkt worden.

Krankenhäuser sollen demnach ausschließlich die Behandlungskonzepte für diese Patientengruppe erstellen dürfen, während deren Behandlung aber den niedergelassenen Ärzten vorbehalten bleibt.

Jetzt werde die ambulante Behandlung der Betroffenen nicht einmal im Ausnahmefall erlaubt, empört sich die DKG.

Angesichts der Einschränkung einer ambulanten Klinikbehandlung, sei, so die Kliniken, mit einer Zunahme an stationären Einweisungen zu erwarten. !!!!!!