Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

057 Maria Theis.jpg Hohe Weide in EimsbüttelThumbnailsBauen im Bestand: Beginn des Abrisses gegenüber dem EingangsbereichHohe Weide in EimsbüttelThumbnailsBauen im Bestand: Beginn des Abrisses gegenüber dem EingangsbereichHohe Weide in EimsbüttelThumbnailsBauen im Bestand: Beginn des Abrisses gegenüber dem EingangsbereichHohe Weide in EimsbüttelThumbnailsBauen im Bestand: Beginn des Abrisses gegenüber dem EingangsbereichHohe Weide in EimsbüttelThumbnailsBauen im Bestand: Beginn des Abrisses gegenüber dem EingangsbereichHohe Weide in EimsbüttelThumbnailsBauen im Bestand: Beginn des Abrisses gegenüber dem EingangsbereichHohe Weide in EimsbüttelThumbnailsBauen im Bestand: Beginn des Abrisses gegenüber dem Eingangsbereich

Solche zynischen Schreiben steckt Agaplesion seit 2008 regelmäßig in die umliegenden Briefkästen. Die Abfassung solcher Schreiben, erfolgt, weil das so im PR-Handbuch bei größeren Bauvorhaben empfohlen wird.

Texte wie diese sind mit keinerlei Selbstverpflichtung verbunden. Wenn Betroffene klagen, bekommen sie es nicht mit der PR-Abteilung, sondern mit der Rechtsabteilung von Agaplesion zu tun.

Wenn Agaplesion-Kritiker den Hintergrund durchleuchten und die Agaplesion-Praktiken publik machen, werden Anwälte auf sie angesetzt, um sie finanziell zu ruinieren.

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Die hier gemeinte aber nur zwischen den Zeilen angedeutete Botschaft dieser Wurfsendung lautet:

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Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg (ADKH)
20. Februar 2012

An die Anwohnerinnen und Anwohner des ADKH

Krankenaus Elim: Abrissbeginn im März 2012

Seit einem Jahr ist das ADKH auf Ihrer früheren Erholungsfläche in Betrieb.

Sie erkennen das daran, dass

→ vor ihren Fenstern unsere Patienten auf den Bürgersteigen und sogar mitten auf der Strassse verladen werden.

→ die Rampe, über der "Notaufnahme" steht, obwohl Notfälle dort nur selten angeliefert werden, zur öffentlichen Bühne wurde, auf der hilflose Patienten schamlos und ohne Rücksicht auf Persönlichkeitsschutz der Öffentlichkeit vorgeführt werden.

→ sich in Ihrer Straße unsere Patienten-Busse stauen, der Parkplatzsuchverkehr rund um die Uhr stattfindet und das Verkehrsaufkommen sich vervielfacht hat.

Nun wird das Grundstück des Elim, das wir für wenig Geld von dem Senat gekauft haben, der uns zuvor 8,5 Millionen "Entschädigung" zuschanzte, für einen Erweiterungsbau vorbereitet. Dort werden Abteilungen unserer Klinik sowie so geannte "Einweiser" untergebracht, also Ärzte, die uns Patienten schicken, damit der Laden brummt und der Profit stimmt.

Damit ist Ihre Forderung nach einem Soziokulturellen Zentrum im Elim bzw. nach einem Park rund um das Hallenbad für uns erledigt.

Auf die Fläche stellen wir lieber nnch eine Halle für unsere Kumpels vom ETV, die allein dafür, dass sie uns politisch bei der Privatiserung geholfen haben, 6,5 Millionen Euro aus öffentlichen Krankenhausmittel GESCHENKT bekommen. Einfach so! (Für uns ist der Sozialismus von dem andere nur träumen, schon Wirklichkeit!).

Wenn alles fertig ist und SIE mit den Nerven am Ende sind, werden wir hier noch einen klerikalen Kindergarten eröffnen. SIE werden wir nicht mehr für uns gewinnen, aber ihre Kinder und Enkel werden wir so indoktrinieren wie jetzt schon die ETV-Jugend.

Sollten wir Ihnen also Unannehmlichkeiten bereiten, behalten Sie das einfach für sich oder ziehen sie hier weg.

Mit Freundlichen Grüßen

Filial-Leiter Wessel
sowie Maria Theis (evangelikale Kaderabteilung Agaplesion-Frankfurt)