Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Der Unterschied zwischen dem alten Elim und der heutigen Agaplesion-Klinik

05 Hohe Weide 17b.jpg Dauerärgernis: Das  Agaplesion-Diakonieklinikum HamburgThumbnailsUnfreiwillige NachbarschaftDauerärgernis: Das  Agaplesion-Diakonieklinikum HamburgThumbnailsUnfreiwillige NachbarschaftDauerärgernis: Das  Agaplesion-Diakonieklinikum HamburgThumbnailsUnfreiwillige NachbarschaftDauerärgernis: Das  Agaplesion-Diakonieklinikum HamburgThumbnailsUnfreiwillige NachbarschaftDauerärgernis: Das  Agaplesion-Diakonieklinikum HamburgThumbnailsUnfreiwillige NachbarschaftDauerärgernis: Das  Agaplesion-Diakonieklinikum HamburgThumbnailsUnfreiwillige NachbarschaftDauerärgernis: Das  Agaplesion-Diakonieklinikum HamburgThumbnailsUnfreiwillige Nachbarschaft

Dieses Bild

vermittelt eine Vorstellung von der Dominanz des Agaplesion-Konzerns in dieser Wohnstraße.

Probleme seit 2011

Agaplesion hat 2012 auf demagogische Weise versucht, den Widerstand gegen die Privatisierung (2002-2008) und gegen die krassen Zustände vor der Klinik seit 2011 als Ablehnung sozialer Einrichtungen in Wohnviertel darzustellen.

Tatsächlich gibt es immer wieder reaktionäre "Bürgerinitiativen", die sich gegen Kindergärten oder Altersheime in ihrer Nachbarschaft wenden. Meistens handelt es sich dabei um Grundbesitzer, die fallende Immoblilienpreise befürchten.

In Klarer Abgrenzung zu allen reaktionären "Bürgerinitiativen" (die 2001 den Zuwachs der Schill-partei beförderden) ging es in der Auseinandersetztung mit Agaplesion immer um die Verteidigung des ÖFFENTLICHEN RAUMES.

Die Wohnbevölkerung dieses Viertels und auch die Agaplesion-Kritiker haben sich NIEMALS gegen ein Krankenhaus gerichtet.

→ Bis 2008 gab es Widerstand gegen die Privatisierung und Bebauung einer kommunal-öffentlichen Erholungsfläche von 20.000 qm. Für den Agaplesion-Bau, der jetzt dort steht, gab es an dieser Stelle nie einen Bedarf. Deshalb sollte dieser Bau ursprünglich auch nach Stellingen.

→ Ab 2011 geht es gegen die skandalöse Nutzung des (restlichen) öffentlichen Raumes als Agaplesion-Klinikgelände.

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Der Unterschied zwischen dem alten Elim und Agaplesion heute

Neben der privatisierten Erholungsfläche stand seit 1927 das Krankenhaus Elim, das von Agaplesion 2002 "gekauft" und jetzt abgerissen wird. Mit diesem Krankenhaus gab es (abgesehen von politischen Aspekten) nie Probleme.

Das Elim-Krankenhaus, das von 1927 bis 2015 an die hier zu sehenden Mietshäuser grenzte, war in den letzten 90 Jahren zu keinem Zeitpunkt ein Problem für die Wohnqualität in diesem Viertel.

→ Das Elim hatte einen großen Patientengarten.

→ Für die Patienten gab es eine angemessene Vorfahrt.

→ Der Klinikbetrieb war für Passanten und Nachbarn völlig unsichtbar.

Diese (damals politisch obligatorischen) zivilisatorischen Mindesstandards werden von Agaplesion auf brutale Weise täglich mit Füßen getreten.

Was sich da abspielt ist schlimm für Patienten und Außenstehende gleichermaßen.