Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Abriss des Elim durch Agaplesion (zweiter Teil 2015)

02 Elim Abriss.jpg Elim-Abriss 2015: Vorbemerkung (unter dieser Grafik)ThumbnailsBesonders betroffen: Die Hohe Weide oberhalb der KlinikElim-Abriss 2015: Vorbemerkung (unter dieser Grafik)ThumbnailsBesonders betroffen: Die Hohe Weide oberhalb der KlinikElim-Abriss 2015: Vorbemerkung (unter dieser Grafik)ThumbnailsBesonders betroffen: Die Hohe Weide oberhalb der KlinikElim-Abriss 2015: Vorbemerkung (unter dieser Grafik)ThumbnailsBesonders betroffen: Die Hohe Weide oberhalb der KlinikElim-Abriss 2015: Vorbemerkung (unter dieser Grafik)ThumbnailsBesonders betroffen: Die Hohe Weide oberhalb der KlinikElim-Abriss 2015: Vorbemerkung (unter dieser Grafik)ThumbnailsBesonders betroffen: Die Hohe Weide oberhalb der KlinikElim-Abriss 2015: Vorbemerkung (unter dieser Grafik)ThumbnailsBesonders betroffen: Die Hohe Weide oberhalb der Klinik

Dieses Album schildert

■ die seit 2012 (Beginn des Elim-Abrisses, Neubauten auf dem Elim-Gelände) besonders krassen Zustände in dem Teil der Eimsbütteler Wohnstraße Hohe Weide, der oberhalb des zwischen 2008 und 2011 auf einer Erholungsfläche erichteten Klinik-Baus liegt.

Die Straße Hohe Weide im dicht bebauten Kerngebiet von Hamburg-Eimsbüttel reicht von der Hoheluftbrücke bis zur Fruchtallee. In dem Teilstück zwischen Bundestraße und Fruchtallee hat sich der Agaplesion-Konzern breit gemacht.

Er dominiert in diesem Teil der schmalen, nur 5,50 Meter breiten Wohnstraße bereits Zweidrittel einer Straßenseite. Sein Klinikbau steht auf einer privatisierten großen Erholungsfläche, von der diese Straße und das ganze angrenzende Viertel vorher geprägt waren.

Agaplesion hat schon durch die Bebauung dieser Erholungsfläche das ganze städtische Viertel ruiniert. Die Lebensqualität der Wohnbevölkerung hat sich seither nachhaltig verschlechtert.

→ Sie wird inzwischen zusätzlich von Haus- und Grundbesitzern (unter anderem von den HSH-Nordbank und Handelskammer-Leuten Stuhlmann & Wolf) verdorben, die sich von Agaplesion dazu ermutig fühlen, die Wohnbedingungen dort durch Rauswurf-Modernisierungen weiter zu verschärfen.

Dieses Vorgehen hat auch eine politische Dimension. In einigen Fällen arbeiten politisch einflußreiche Haus- und Grundbesitzer mit Agaplesion Hand in Hand, um die vielen Mieter los zu werden, die sich durch den Widerstand gegen die Privatisierung der kommunalen Fläche politisiert haben. Zugleich möchten viele Bewohner dieser Straße dort weg ziehen, weil die Zustände mittlerweile unerträglich sind. Angesichts der Situation auf dem Hamburger Wohnungsmarkt ist das jedoch schwierig.

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■ Obwohl die Agaplesion-Klinik seit 2011 taglich die GESAMTE Hohe Weide als erweiterte Klinikfläche benutzt (vor allem durch das Verladung von Patienten auf offener Straße) ist seit 2012 der "obere" Teil dieser Wohnstraße besonders schwer betroffen:

Dieser Abschnitt grenzt an das frühere Elim-Grundstück. Die ersten Bauarbeiten fanden von 2008 bis 2011 weiter unten statt. Nachdem seit 2012 das Elim stückweise abgerissen und durch einen Gewerbebau ersetzt wird, hat sich die Bauaktivität dorthin verlagert. Zugleich wurde in dem Rest des Elim-Baus trotz der Abrissarbeiten die Agaplesion-Tagesklinik untergebracht (siehe dazu das Album "Elim-Abriss 2012"), wodurch sich Bauarbeiten und Krankenverladung auf offener Straße dort nun auf unerträgliche Weise vermischen.