Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Evangelikale und Neue Rechte: Das Elim setzt auf die Schill-Partei

013 Elim schwert aus.jpg Ritterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimThumbnails2004 - Lokalmedien kündigen Abriss 7 Jahre zu früh anRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimThumbnails2004 - Lokalmedien kündigen Abriss 7 Jahre zu früh anRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimThumbnails2004 - Lokalmedien kündigen Abriss 7 Jahre zu früh anRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimThumbnails2004 - Lokalmedien kündigen Abriss 7 Jahre zu früh anRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimThumbnails2004 - Lokalmedien kündigen Abriss 7 Jahre zu früh anRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimThumbnails2004 - Lokalmedien kündigen Abriss 7 Jahre zu früh anRitterkreuzträger Hermann Wulf, Arzt im ElimThumbnails2004 - Lokalmedien kündigen Abriss 7 Jahre zu früh an

MELDUNG DES HAMBURGER ABENDBLATTES VOM 3. AUGUST 2000

Seit 2 Jahren verzögert die Elim-Gruppe zu diesem Zeitpunkt die von der SPD-Regierung beschlossene Fusion von vier finanziell angeschlagenen und trotzdem teuren klerikalen Kliniken/. Sie sollen sich zusammen schließen und durch einen gemeinsamen Neu- oder Umbau auf einem eigenen Grundstück Kosten einsparen.

Das passt keiner der vier Kliniken, aber eine bewusste Verzögerungstaktik betrieb vor allem das evangelikale Elim.

Dessen Geschäftsführer Otto Buchholz (der zu dieser Zeit das Elim-Vermögen an der Börse verspielte und deshalb vorzeitig in Rente geschickt wurde) verfolgt immer noch das Ziel einer Privatisierung der benachbarten öffentlichen Freifläche.

Die Elim-Gruppe will ihren Standort nicht aufgeben und lehnt daher einen Umzug auf das Jerusalem-Grundstück (eine Straße weiter) ebenso ab wie ein Diakonieklinikum auf dem riesigen Grundstück "Alten Eichen" in Eimsbüttel-Stellingen.

Ab Herbst 1999 erhält die Initiative „Ich will Schill!“ des rechten Amtsrichters Ronald Schill immer mehr Zulauf. Als Schill am 13. Juli 2000 die "Partei Rechtsstaatliche Offensive" gründet, zeichnet sich bereits ein Machtverlust der SPD ab, der ein Jahr später im Bürgerschaftswahlkampf manifest wurde.

Vor diesem Hintergrund wagte sich die Elim-Gruppe im Sommer 2000 aus der Deckung und opponierte offen gegen den Beschluss der SPD-Regierung zum Bau eines klerikalen Klinikums auf dem großen "Alten Eichen"-Gelände. In Erwartung eines Machtwechsels ging es dem Elim jetzt vor allem um die weitere Verzögerung des Regierungsbeschlusses. Schill-Partei und CDU hatten den klerikalen Betreibern bereits Unterstützung zugesagt.