Soziographie

Privatisierung als Gottesdienst. Eine soziographische Fallstudie

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Das Agaplesion-Diakonieklinikum Hamburg als Lärmquelle

57 Bezirksversammlung.jpg ThumbnailsDas laute Schweigen im Bezirksamt EimsbüttelThumbnailsDas laute Schweigen im Bezirksamt EimsbüttelThumbnailsDas laute Schweigen im Bezirksamt EimsbüttelThumbnailsDas laute Schweigen im Bezirksamt EimsbüttelThumbnailsDas laute Schweigen im Bezirksamt EimsbüttelThumbnailsDas laute Schweigen im Bezirksamt EimsbüttelThumbnailsDas laute Schweigen im Bezirksamt Eimsbüttel

"Diakonieklinikum":
Lärmtechnische Untersuchung fehlt bis heute

Schon seit Inbetriebnahme des Agaplesions-Baus auf dem privatisierten Sparbierplatz im Frühjahr 2011 fehlt die lärmtechnische Untersuchung über den Einfluss dieses Baus auf seine Umgebung. Im Baugenehmigungsverfahren im Jahr 2008 wurde dieses Untersuchung angemahnt um im Rechtsstreit mit der Initiative vor dem Oberverwaltungsgericht bessere Karten zu haben. Als die Genehmigung dann durchgewunken war, geriet die fehlende lärmtechnische Untersuchung "in Vergessenheit". Weder die Eimsbütteler Behörden noch die Eimsbütteler Politik haben bis heute nachgefragt.

Jetzt wiederholt sich dieses Spiel bei dem Erweiterungsbau ("Kaifu-Ärztehaus").

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Hier das Zitat aus dem Verfahren:

Baugenehmigungsverfahren nach § 62 HBauO
Neubau Diakonie-Klinikum Hamburg, Tiefgarage und Sporthalle
Januar 2008

"62.2. Es ist eine lärmtechnische Untersuchung (LTU) durch eine nach § 26 bekanntgegebene Messstellte zu erarbeiten, in der der Einfluss des Krankenhauses auf seine Umgebung dargestellt wird.

Spätestens 3 Wochen vor Inbetriebnahme sind die maximal zulässigen Schallleistungspegel für die Lüftungsgeräusche der RLT- Anlagen und anderer nach außen wirkender Schallquellen des Krankenhauses anzugeben.

Dabei soll auch der Betrieb des Notstromdiesels betrachtet werden.

(Hinweis der Behörde: In der bestehenden LTI des Büros Lärmkontor GmbH vom 28.09.2006 wird der Einfluss der Umgebung auf das Krankenhaus dargestellt. Welchen störenden Einfluss die Krankenhausgeräusche z.B. auf die Wohnbebauung an der Hohen Weide haben, ist bislang nicht abschließend gutachterlich dargestellt worden)."


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Zitat aus den juristischen Einsprüchen der Agaplesion-Gegner gegen die Privatisierung und Bebauung des öffentlichen Raumes durch die Agaplesion AG (2007):

Lärmgutachten

3.2.1 – Das Lärmgutachten weist insoweit eine unzureichende Ermittlung relevanter Umstände sowohl für die den Belangen der allgemeinen Anforderung an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse unter dem Gesichtspunkt „Lärm“ als auch unter Umweltschutzgesichtspunkten auf, als es lediglich die Auswirkungen von Lärm auf das entstehende Groß-Klinikum untersucht,

nicht aber die lärmtechnischen Auswirkungen insbesondere auf die Wohnbevölkerung durch das Groß-Klinikum.

Im Zuge sachgerechter Abwägung aller in Betracht kommenden Belange hätte der Untersuchungsauftrag auch auf die letztgenannten Auswirkungen erstreckt werden müssen.